Ihr Ergebnis · Welche Superkraft passt zu mir? Der Test für Ihr inneres Motiv
Ihre Superkraft: Fliegen – Sie wollen Weite, Tempo und eigene Flugrouten
Fensterplatz ist Pflicht, Freiheit ist Programm: Ihr Motivprofil verlangt nach Horizont und Aufwind – Sie sind der geborene Flieger, die geborene Fliegerin.
Was bedeutet dieses Ergebnis?
Bei Ihnen hebt das Fliegen ab – die Kraft, die seit Jahrhunderten in Menschheitsträumen auftaucht und in diesem Spiel für das Freiheits- und Stimulationsmotiv steht. In Big-Five-Sprache klingt darin eine Mischung aus Extraversion und Offenheit an: Hunger auf Eindrücke, Bewegung und Perspektivwechsel im wörtlichen Sinn. Nicht Flucht treibt Sie an, sondern Weite.
Was das Fliegen so attraktiv macht, ist weniger die Physik als die Symbolik: Im Luftraum gibt es keine Sitzordnung, keine Warteschlange und niemanden, der Ihnen den Weg vorschreibt. Enge Terminpläne empfinden Sie als Voliere, und auf das Wort „verbindlich“ reagiert Ihr Kalender mit leichtem Nesselausschlag. Autonomie ist für Sie kein Bonus, sondern Betriebsvoraussetzung.
Der ehrliche Beipackzettel: Auch Ikarus hatte ein Umsetzungsproblem, und jeder Flug endet mit einer Landung. Ihr Testergebnis beschreibt den Wunsch nach Aufwind – ob daraus Höhenflüge oder Bruchlandungen werden, entscheidet die Bodenarbeit. Aber dazu später mehr; erst einmal dürfen Sie sich über ein Motivprofil freuen, das nach offenem Himmel riecht.
Wie zeigt sich das im Alltag?
Woran man Sie erkennt: Im Flugzeug gehört Ihnen der Fensterplatz, im Büro der Blick zur Tür, und über Landkarten können Sie tagträumen wie andere über Speisekarten. Zu einem spontanen Wochenendtrip sagen Sie zu, bevor die Frage zu Ende gestellt ist – gepackt wird notfalls im Treppenhaus, denn das Wichtigste, der Drang loszukommen, ist bei Ihnen ohnehin dauerhaft verstaut und griffbereit.
Beruflich brauchen Sie Spielraum wie andere Kaffee: Mikromanagement ist Ihr Kryptonit, Routine macht Sie ab Woche drei zappelig. Dafür sind Sie stark in Startphasen, im Außendienst, auf Reisen, in Projekten mit wechselnden Schauplätzen – überall, wo noch kein Trampelpfad liegt. Das geduldige Pflegen des Immergleichen überlassen Sie großzügig anderen.
In Beziehungen zeigen Sie Zuneigung durch Mitnehmen, nicht durch Festhalten: Wer Sie liebt, bekommt Reiserouten statt Rosen. Sie brauchen Menschen, die Freiraum nicht als Ablehnung lesen – und die verstehen, dass Ihr kurzes Verschwinden Richtung Horizont keine Flucht ist, sondern Wartung.
Was können Sie jetzt tun?
Holen Sie sich Ihre Dosis Höhe legal: Tandem-Gleitschirmflug, Segelfliegen, Klettern, Drohnenfotografie, Motorrad- oder Radreisen, Interrail quer durch Europa – und für schmale Budgets tun es Aussichtstürme, Bergbahnen oder eine Stunde Trampolinhalle. Faustregel: Alles mit Horizont zählt, alles mit Wartezimmer nicht.
Verhandeln Sie beruflich nicht nur Gehalt, sondern Freiheitsgrade: Reiseanteile, Projektwechsel, flexible Arbeitsorte, Verantwortung ohne Dauerkontrolle. Ein einziger fest eingeplanter Ausbruchstag pro Monat – neuer Ort, kein Plan – wirkt bei Ihrem Motivtyp Wunder gegen die schleichende Käfighaltung im Terminkalender.
Und bauen Sie ein Basislager: Jeder gute Flug braucht Bodenpersonal. Ein Mindestmaß an Routine bei Finanzen, Schlaf und Verpflichtungen ist keine Verratserklärung an die Freiheit, sondern ihre Startbahn – wer ständig Notlandungen verwalten muss, kommt seltener in die Luft als der Pilot mit gewarteter Maschine.
Grenzen dieses Tests
Fairerweise sei gesagt: Diese Auswertung ist ein Spielzeug mit vier Kategorien und einem Augenzwinkern – weder ein psychologisches Gutachten noch eine Messung im wissenschaftlichen Sinn. Ihre Punktzahl entstand aus sechzehn Bauchantworten, nicht aus einem geeichten Verfahren.
Rechnen Sie zudem mit Stimmungseffekten: Nach zwei Wochen Novemberregen im Homeoffice würde vermutlich halb Deutschland das Fliegen wählen. Falls Sie Ihre Risikofreude oder Ihren Freiheitsdrang ernsthaft erkunden möchten, existieren dafür erprobte Fragebögen – dieses Ergebnis taugt vor allem als Gesprächsstoff für den nächsten Spieleabend.
Quellen
- McClelland DC (1961). The Achieving Society. Princeton: Van Nostrand.
- McClelland DC, Koestner R, Weinberger J (1989). How do self-attributed and implicit motives differ? Psychological Review, 96(4), 690–702.
- Rammstedt B, John OP (2007). Measuring personality in one minute or less: A 10-item short version of the Big Five Inventory in English and German. Journal of Research in Personality, 41(1), 203–212.
Weitere mögliche Ergebnisse
- Ihre Superkraft: Telepathie – Sie wollen Menschen durchschauen
Sie wollen keine Wände durchbrechen, Sie wollen Fassaden durchschauen: Ihr stärkstes Motiv ist das Verstehen – Ihre Wunschkraft wäre das Gedankenlesen.
- Ihre Superkraft: Zeitreise – Sie wollen die zweite Chance mit Wissensvorsprung
Ihr innerer Regisseur hätte gern ein Schnittprogramm fürs Leben: Kontrolle und Optimierung dominieren Ihr Profil – Ihre Kraft wäre die Zeitmaschine.
- Ihre Superkraft: Unsichtbarkeit – Sie wollen dabei sein, ohne dran zu sein
Sie sind die Dokumentarfilmerin, der Dokumentarfilmer des eigenen Umfelds: Beobachten liegt Ihnen mehr als Auftreten – Ihre Wunschkraft ist das Verschwinden auf Knopfdruck.