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Ψ PsychoTest Kompass

Ihr Ergebnis · Selbstwert-Test: Wie stabil ist Ihr Selbstwertgefühl?

Eher niedriger Selbstwert (11–17 Punkte)

Ihr Selbstwertgefühl trägt – aber nur, solange die Umstände mitspielen. Kritik, Vergleiche oder Misserfolge bringen es schneller ins Wanken, als Ihnen lieb ist.

Niedriger Selbstwert (0–10 Punkte)0Eher niedriger Selbstwert (11–17 Punkte)11Mittlerer Selbstwert (18–24 Punkte)18Hoher Selbstwert (25–30 Punkte)2530

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Punktzahlen von 11 bis 17 beschreiben ein Selbstwertgefühl im unteren Mittelfeld: Sie erkennen durchaus Stärken an sich und würden sich nicht pauschal abwerten, doch die selbstkritischen Aussagen haben spürbar Zustimmung erhalten. Typisch für diesen Bereich ist ein Selbstbild mit weichen Stellen – im Grundsatz intakt, aber empfindlich gegenüber Gegenwind.

Fachlich spricht vieles dafür, dass Ihr Selbstwert stark an Bedingungen geknüpft ist: Er steigt mit Anerkennung, Leistung und Erfolg und sackt ab, sobald eine dieser Quellen versiegt. Die Forschung nennt das kontingenten Selbstwert. Das Tückische daran ist weniger das Auf als das Ab – wer seinen Wert aus Ergebnissen bezieht, verwandelt jede Prüfung, jede Präsentation und jedes Feedbackgespräch in eine Abstimmung über die eigene Person.

Häufig arbeitet in diesem Bereich zudem ein strenger innerer Kommentator mit zweierlei Maß: Anderen gestehen Sie Fehler großzügig zu, bei sich selbst gilt Fehlerlosigkeit als Mindeststandard. Diese Asymmetrie ist erlernt – oft in Umgebungen, in denen Zuwendung an Leistung gekoppelt war – und genau deshalb auch wieder verlernbar.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Alltagstypisch ist das Pendeln: Nach einem gelungenen Projekt oder einem ehrlichen Kompliment fühlen Sie sich einige Tage sicher und unternehmungslustig; eine spitze Bemerkung oder ein Blick auf die Karriere anderer genügt, und die Zweifel übernehmen wieder. Dieses Auf und Ab kostet Energie, weil ein Teil Ihrer Aufmerksamkeit ständig damit beschäftigt ist, den eigenen Kontostand an Anerkennung zu überwachen.

Im Beruf zeigt sich das Muster oft als Diskrepanz zwischen Leistung und Auftreten: Sie liefern solide Arbeit, verkaufen sie aber unter Wert – im Zweifel relativieren Sie Erfolge („da hatte ich Glück“), während Sie Fehler ausführlich vertreten können. Beförderungen und Gehaltssprünge gehen dann an Personen mit dünnerer Bilanz, aber dickerem Auftritt, was die Selbstzweifel zusätzlich füttert.

In Beziehungen äußert sich die Bedingtheit als erhöhte Deutungsbereitschaft: Eine unbeantwortete Nachricht, ein knapper Tonfall, ein vergessener Termin werden schnell auf die eigene Person bezogen. Viele Menschen in dieser Stufe investieren viel in Harmonie und Gefälligkeit – nicht aus Freude am Geben, sondern als Versicherung gegen Ablehnung.

Was können Sie jetzt tun?

Verbreitern Sie das Fundament, statt einzelne Säulen höher zu bauen. Listen Sie auf, woraus Sie Ihren Wert aktuell beziehen – Beruf, Figur, Bestätigung durch bestimmte Personen – und ergänzen Sie bewusst Quellen, die nicht von Bewertung abhängen: Freundschaften, in denen Sie nichts leisten müssen, Tätigkeiten, die um ihrer selbst willen guttun, Werte, nach denen Sie handeln können, unabhängig vom Ergebnis.

Trainieren Sie den Umgang mit dem inneren Kommentator: Schreiben Sie in einer typischen Zweifel-Situation den exakten Satz auf, den er sagt, und prüfen Sie ihn wie eine Zeugenaussage – Welche Belege gibt es? Welche sprechen dagegen? Wie würde ein wohlwollender Beobachter dieselbe Situation beschreiben? Mit einiger Übung entsteht so ein zweiter, realistischerer Kommentar neben dem automatischen.

Üben Sie außerdem dosierten Widerspruch: einmal pro Woche eine Meinung vertreten, die auf Widerstand stoßen könnte, eine unberechtigte Bitte ablehnen, eine eigene Leistung ohne Relativierung benennen. Wählen Sie Situationen mit überschaubarem Risiko und steigern Sie langsam. Jede Erfahrung, dass Ablehnung aushaltbar ist, entzieht der Grundangst dieser Stufe – nicht zu genügen – ein Stück Nahrung.

Grenzen dieses Tests

Die Zuordnung zu dieser Stufe hängt an wenigen Punkten: Schon eine einzige anders bewertete Aussage kann Sie in den mittleren Bereich heben oder in den niedrigen schieben. Nehmen Sie die Tendenz ernst, aber nicht die exakte Zahl – aussagekräftiger ist, welche einzelnen Aussagen Ihre Zustimmung fanden.

Der Fragebogen erfasst außerdem nur das globale Selbstbild. Ein insgesamt eher niedriger Wert kann mit großem Selbstvertrauen in einzelnen Bereichen koexistieren, etwa im Fachlichen; umgekehrt sagt er nichts darüber, welcher Lebensbereich die Zweifel speist. Diese Differenzierung müssen Sie selbst oder ein fachliches Gespräch leisten.

Weitere mögliche Ergebnisse

  • Niedriger Selbstwert (0–10 Punkte)

    Ihr Urteil über sich selbst fällt derzeit hart aus: Selbstzweifel überwiegen, Stärken geraten aus dem Blick. Das ist belastend – und zugleich ein Zustand, der sich nachweislich verändern lässt.

  • Mittlerer Selbstwert (18–24 Punkte)

    Sie ruhen weitgehend in sich: Stärken und Schwächen finden in Ihrem Selbstbild beide Platz. Luft nach oben gibt es vor allem bei der Stabilität unter Druck.

  • Hoher Selbstwert (25–30 Punkte)

    Ihr Urteil über sich selbst ist ausgesprochen positiv und wohlwollend. Entscheidend ist nun, ob diese Sicherheit von innen getragen wird – oder Verteidigung braucht.