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Selbstwert Screening

Selbstwert-Test: Wie stabil ist Ihr Selbstwertgefühl?

Wie Sie über sich selbst urteilen, färbt jede Entscheidung, jede Beziehung und jeden Rückschlag. Zehn Aussagen nach dem Vorbild der Rosenberg-Skala geben Ihnen eine erste Standortbestimmung Ihres Selbstwertgefühls.

Test starten 10 Fragen · 2 Min. · kostenlos

Worum geht es in diesem Test?

Selbstwert bezeichnet die grundlegende Bewertung der eigenen Person: ob Sie sich – unabhängig von Tagesform und aktuellen Erfolgen – als wertvoll, fähig und liebenswert erleben. Diese innere Grundhaltung entscheidet mit, wie Sie Kritik verarbeiten, ob Sie sich Herausforderungen zutrauen und wie schnell Sie sich nach Niederlagen wieder aufrichten. Sie ist keine feste Größe, sondern verändert sich über Lebensphasen hinweg.

Der Test legt Ihnen zehn Aussagen vor, denen Sie in vier Abstufungen zustimmen oder widersprechen. Fünf Aussagen sind positiv formuliert, fünf negativ – letztere werden bei der Auswertung gespiegelt. So entsteht ein Summenwert von 0 bis 30 Punkten, der in eine von vier Stufen fällt: niedriger, eher niedriger, mittlerer oder hoher Selbstwert. Jede Stufe wird ausführlich eingeordnet – mit Alltagsbezug und konkreten nächsten Schritten.

Gedacht ist der Test als Screening für alle, die ihr Selbstbild überprüfen möchten: nach einer Trennung oder Kündigung, in Phasen ständiger Selbstzweifel, vor wichtigen Weichenstellungen – oder einfach aus Interesse daran, wie das eigene Urteil über sich selbst im Vergleich ausfällt. Er zeigt eine Tendenz auf; eine fachliche Untersuchung ersetzt er nicht.

Mögliche Ergebnisse

Methodik & Hintergrund

Grundlage ist die Self-Esteem Scale, die Morris Rosenberg 1965 für seine Studie über das Selbstbild Jugendlicher entwickelte. Sie gilt bis heute als das weltweit am häufigsten eingesetzte Instrument zur Messung des globalen Selbstwertgefühls; eine Untersuchung von Schmitt und Allik (2005) belegte ihre Brauchbarkeit in 53 Nationen. Für den deutschen Sprachraum legten von Collani und Herzberg 2003 eine revidierte Übersetzung mit geprüften Gütekriterien vor.

Unsere zehn Aussagen orientieren sich an Aufbau und Inhalt des Originals – je fünf positiv und negativ gepolte Items zu Selbstzufriedenheit, wahrgenommenen Stärken und Selbstrespekt –, sind jedoch eigenständig formuliert. Geantwortet wird auf einer vierstufigen Zustimmungsskala ohne neutrale Mitte, wie es das Original vorsieht: Diese erzwungene Entscheidung verhindert das Ausweichen auf unverbindliche Mittelantworten.

Wichtig zur Einordnung: Rosenberg selbst definierte keine verbindlichen Grenzwerte, und unsere vier Punktbereiche sind an Verteilungen aus Forschungsstichproben angelehnte Orientierungsstufen. Der Test misst zudem das globale Selbstwertgefühl als Ganzes – bereichsspezifische Selbstbilder, etwa das Vertrauen in die eigene berufliche Kompetenz oder Attraktivität, können davon deutlich abweichen und werden hier nicht getrennt erfasst.

Häufige Fragen

Was ist die Rosenberg-Skala?

Die Rosenberg Self-Esteem Scale ist ein 1965 von Morris Rosenberg entwickelter Kurzfragebogen mit zehn Aussagen zum globalen Selbstwertgefühl – je fünf positiv und negativ formuliert. Sie ist das international meistgenutzte Selbstwert-Instrument und wurde in Dutzenden Sprachen validiert, für Deutsch unter anderem durch von Collani und Herzberg (2003). Unser Test folgt ihrem Aufbau mit eigenständig formulierten Aussagen.

Gibt es einen offiziellen Grenzwert für niedrigen Selbstwert?

Nein. Rosenberg hat keine verbindlichen Cut-off-Werte festgelegt, und auch in der Forschung existiert keine einheitliche Grenze; Studien arbeiten meist mit Vergleichen innerhalb ihrer Stichprobe. Unsere vier Stufen sind deshalb Orientierungsbereiche, die sich an typischen Verteilungen orientieren. Entscheidend ist weniger die exakte Punktzahl als die Tendenz und Ihr eigener Leidensdruck.

Ist ein niedriger Selbstwert eine Krankheit?

Für sich genommen nicht – geringes Selbstwertgefühl ist keine Diagnose. Die Längsschnittforschung zeigt jedoch, dass es ein Risikofaktor für die Entwicklung depressiver Symptome ist und viele psychische Erkrankungen begleitet. Wenn zu den Selbstzweifeln anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust oder sozialer Rückzug kommen, sollten Sie das ärztlich oder psychotherapeutisch abklären lassen, statt es allein auszusitzen.

Kann sich das Selbstwertgefühl dauerhaft verändern?

Ja. Selbstwert ist zwar über Jahre hinweg relativ stabil, folgt aber einer Entwicklungskurve – er steigt im Durchschnitt vom jungen Erwachsenenalter bis etwa zur Lebensmitte. Auch gezielte Veränderung ist belegt: Psychotherapeutische Verfahren, der Aufbau echter Kompetenzerfahrungen und ein veränderter Umgang mit dem inneren Kritiker verbessern das Selbstbild messbar. Es handelt sich um langsame, aber erreichbare Veränderung.

Was passiert mit meinen Angaben?

Ihre Antworten verlassen Ihr Gerät nicht: Die Punktberechnung läuft vollständig lokal im Browser ab, ohne Speicherung auf Servern, ohne Konto und ohne Abfrage persönlicher Daten. Nach dem Schließen der Seite sind die Angaben weg. Gerade bei einem so persönlichen Thema wie dem Selbstwert können Sie deshalb ohne Bedenken ehrlich antworten.

Quellen

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