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Ihr Ergebnis · Angst-Test: Wie stark sind Ihre Angstsymptome?

Ausgeprägte Angstsymptome (15–21 Punkte)

Ihre Antworten deuten auf eine hohe Angstbelastung hin. Bitte nehmen Sie dieses Ergebnis ernst und suchen Sie zeitnah professionelle Unterstützung – wirksame Hilfe existiert.

Minimale Angstsymptome (0–4 Punkte)0Leichte Angstsymptome (5–9 Punkte)5Mittelgradige Angstsymptome (10–14 Punkte)10Ausgeprägte Angstsymptome (15–21 Punkte)1521

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Ein Wert zwischen 15 und 21 Punkten liegt im obersten Bereich der Skala und entspricht in der Klassifikation des GAD-7 einer schweren Symptomatik. Konkret bedeutet das: Die meisten der abgefragten Beschwerden – Nervosität, unkontrollierbare Sorgen, Anspannung, Unruhe, Reizbarkeit, Vorahnungen drohenden Unheils – treten bei Ihnen beinahe täglich auf. Ein solches Ausmaß an Angst ist keine Charakterschwäche und kein normales Stressniveau, sondern eine erhebliche gesundheitliche Belastung.

Werte in diesem Bereich gehen in Studien mit deutlich eingeschränkter Lebensqualität einher, mit Beeinträchtigungen in Arbeit und Beziehungen und häufig mit begleitenden Beschwerden wie Erschöpfung, Schlafstörungen oder depressiven Symptomen. Zugleich gilt: Ein hoher Screening-Wert ist keine Diagnose. Er zeigt eine hohe Symptomlast an, deren Ursache abgeklärt werden muss – infrage kommen neben der generalisierten Angststörung auch Panikstörung, Depression, Traumafolgen, körperliche Erkrankungen oder eine akute Lebenskrise.

Die wichtigste Botschaft dieses Ergebnisses ist eine hoffnungsvolle: Angststörungen gehören zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Kognitive Verhaltenstherapie zeigt hohe und stabile Wirksamkeit, bei Bedarf ergänzt durch Medikamente. Die meisten Menschen, die sich in Behandlung begeben, erleben eine deutliche Besserung – der entscheidende Schritt ist, sie zu beginnen.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Bei dieser Symptomstärke ist der Alltag in der Regel spürbar verändert. Viele Betroffene beschreiben einen Zustand permanenter Alarmbereitschaft: Der Körper kommt auch in objektiv ruhigen Momenten nicht herunter, der Schlaf ist kurz oder zerrissen, morgens beginnt das Gedankenkreisen sofort. Konzentriertes Arbeiten gelingt nur noch mit großer Anstrengung, einfache Entscheidungen fühlen sich riskant an, und der Bewegungsradius schrumpft, weil immer mehr Situationen gemieden werden.

Auch körperlich fordert dieses Niveau seinen Preis: Herzrasen, Druck auf der Brust, Schwindel, Magenbeschwerden, Muskelverspannungen und Erschöpfung sind typische Begleiter anhaltender Übererregung. Nicht selten führen gerade diese Körpersymptome zu zusätzlicher Angst („etwas Ernstes stimmt nicht mit mir“) – ein Kreislauf, der sich ohne Hilfe von außen schwer durchbrechen lässt.

Im sozialen Leben zieht sich die Angst oft als ständige Anspannung durch: Gereiztheit gegenüber den engsten Menschen, Absagen von Verabredungen, das Gefühl, für andere eine Last zu sein. Wenn Ihnen diese Beschreibungen vertraut vorkommen, wissen Sie vermutlich längst, dass „einfach zusammenreißen“ nicht funktioniert. Das liegt nicht an mangelndem Willen – anhaltende Angst verändert nachweislich die Stressregulation, und genau dort setzt Behandlung an.

Was können Sie jetzt tun?

Suchen Sie zeitnah – möglichst innerhalb der nächsten Tage – professionelle Hilfe auf. Der direkteste Weg: Vereinbaren Sie einen Termin in Ihrer Hausarztpraxis und schildern Sie offen das Ausmaß der Beschwerden, oder rufen Sie die Terminservicestelle 116 117 an und bitten Sie um eine psychotherapeutische Sprechstunde mit Dringlichkeit. Psychotherapeutische Sprechstunden sind für die Erstabklärung gedacht, benötigen keine Überweisung, und bei dringendem Behandlungsbedarf vermittelt die Terminservicestelle innerhalb kurzer Fristen eine Akutbehandlung.

Wenn die Belastung so groß ist, dass Sie den Alltag kaum noch bewältigen, wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder an eine psychiatrische Institutsambulanz bzw. Klinikambulanz in Ihrer Nähe – dorthin können Sie auch ohne Termin gehen. Und ganz wichtig: Sollten Gedanken auftreten, nicht mehr leben zu wollen oder sich etwas anzutun, holen Sie sich sofort Hilfe – TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr, anonym), in akuter Gefahr Notruf 112. Solche Gedanken sind ein Symptom der Belastung, kein Makel, und sie sind behandelbar.

Bis zur professionellen Unterstützung helfen Stabilisierungsmaßnahmen: eine feste Tagesstruktur mit regelmäßigen Mahlzeiten und Schlafzeiten, täglich Bewegung an der frischen Luft, Verzicht auf Alkohol und stark reduziertes Koffein (beides verstärkt Angst), sowie eine Person im Umfeld, die eingeweiht ist und Sie begleiten kann – auch zu Terminen. Vermeiden Sie es, wichtige Lebensentscheidungen in diesem Zustand zu treffen; erst Stabilisierung, dann Weichenstellungen.

Grenzen dieses Tests

So ernst ein Wert in diesem Bereich zu nehmen ist – er bleibt ein Selbsttest-Ergebnis. Er kann die Ursache Ihrer Beschwerden nicht bestimmen und ersetzt keine Untersuchung. Auch körperliche Erkrankungen (etwa der Schilddrüse oder des Herzens) und Medikamenten- oder Substanzwirkungen können schwere Angstsymptome hervorrufen; ihre Abklärung gehört in ärztliche Hände.

Umgekehrt gilt: Sollten Sie das Gefühl haben, der hohe Wert überzeichne Ihre Lage – etwa weil die letzten zwei Wochen eine absolute Ausnahmesituation waren –, ist das möglich, denn der Test misst nur diesen kurzen Zeitraum. Lassen Sie das Ergebnis trotzdem abklären. Im besten Fall kostet Sie das ein Gespräch; im anderen Fall gewinnen Sie den frühestmöglichen Zugang zu wirksamer Behandlung.

Weitere mögliche Ergebnisse

  • Minimale Angstsymptome (0–4 Punkte)

    Ihre Antworten deuten auf ein niedriges Angstniveau hin: Anspannung und Sorgen treten höchstens vereinzelt auf und beeinträchtigen Ihren Alltag derzeit kaum.

  • Leichte Angstsymptome (5–9 Punkte)

    Ihre Antworten deuten auf ein leicht erhöhtes Angstniveau hin: Anspannung und Sorgen sind spürbar präsent, im Alltag meist aber noch gut zu bewältigen.

  • Mittelgradige Angstsymptome (10–14 Punkte)

    Ihre Antworten deuten auf ein deutlich erhöhtes Angstniveau hin. Ab diesem Bereich empfehlen Fachleute, die Beschwerden professionell abklären zu lassen.