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Ψ PsychoTest Kompass

Ihr Ergebnis · Risikobereitschaft-Test: Wie viel Wagnis passt zu Ihnen?

Sehr hohe Risikobereitschaft (24–30 Punkte)

Sie haben fast jeder riskanten Option zugestimmt und Absicherung eher abgelehnt. So viel Wagemut braucht harte Leitplanken, damit ein einzelner Fehlschlag nicht alles kostet.

Sicherheitsorientiert (0–7 Punkte)0Abwägender Risikostil (8–15 Punkte)8Risikofreudig (16–23 Punkte)16Sehr hohe Risikobereitschaft (24–30 Punkte)2430

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Ihr Ergebnis liegt am oberen Rand der Skala: Quer durch alle Lebensbereiche erschien Ihnen das Wagnis wahrscheinlicher als der Verzicht, und selbst die Absicherungsaussagen haben Sie zurückgewiesen. Bemerkenswert ist gerade die Breite – die DOSPERT-Forschung findet Risikofreude normalerweise bereichsgebunden, sodass durchgängig maximale Werte selten und einen zweiten Blick wert sind.

Für ein solches Extremprofil kommen mehrere Quellen infrage. Es kann eine stabile Eigenschaft abbilden: ein sehr hohes Stimulationsbedürfnis, das Routine als quälend erlebt. Es kann aber auch eine Phase spiegeln – Aufbruchstimmung nach einem Umbruch, jugendliches Alter, Frustration nach dem Motto „jetzt erst recht“ – oder schlicht einen Antwortstil, bei dem das Selbstbild als furchtlos jede Einzelfrage überstrahlt hat.

Beide Seiten dieses Profils sind real: Menschen mit maximaler Risikofreude gründen Unternehmen, wandern aus und handeln in Lagen, in denen andere erstarren. Dieselbe Gruppe stellt aber auch einen überproportionalen Anteil der teuersten Fehlentscheidungen. Der Unterschied zwischen beiden Ausgängen liegt in der Forschung wie in der Praxis fast nie im Mut selbst – sondern im Umgang mit dem möglichen Scheitern.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Kennzeichnend ist das Nebeneinander offener Wetten: mehrere Projekte, finanzielle Engagements und Lebensentscheidungen laufen gleichzeitig, Entschlüsse fallen aus dem Bauch und in Minuten. Verträge, Versicherungen und Papierkram empfinden Sie als Ballast, der das Eigentliche aufhält – entsprechend bleibt genau dieser Teil liegen, bis er sich von selbst meldet, meist zur Unzeit.

Ihr Umfeld erlebt Sie als mitreißend und anstrengend zugleich. Wiederkehrendes Muster in Beziehungen: Nahestehende übernehmen ungefragt die Rolle des Sicherheitsbeauftragten – sie erinnern, sichern ab, sorgen sich. Diese unausgesprochene Rollenverteilung funktioniert lange und kippt dann abrupt, wenn die absichernde Seite erschöpft ist oder ein Verlust eintritt, den sie kommen sah.

Die gefährlichste Dynamik dieses Profils zeigt sich nach Rückschlägen: die Neigung, Verluste durch sofortiges, größeres Nachlegen zurückholen zu wollen, statt innezuhalten. Aus der Glücksspielforschung ist dieses Verlustjagen als der Mechanismus bekannt, der aus verkraftbaren Rückschlägen existenzielle macht. Beobachten Sie sich an genau dieser Stelle besonders aufmerksam.

Was können Sie jetzt tun?

Errichten Sie Ihre Leitplanken in guten Zeiten, schriftlich und unumstößlich: nie mehr als ein festgelegter Prozentsatz in eine einzelne Sache, keine Unterschrift unter Zeitdruck, keine Entscheidung über einer definierten Tragweite ohne eine Nacht Abstand. Solche Regeln müssen existieren, bevor die Versuchung auftaucht – im Moment der Gelegenheit werden Sie sie sonst wegverhandeln.

Schließen Sie den Ruin aus und geben Sie den Rest frei: automatisierte Rücklagen für Wohnen und Grundkosten, unkündbare Basisversicherungen, getrennte Konten für Pflicht und Wagnis. Diese Architektur nimmt Ihnen nichts von Ihrer Natur – sie sorgt nur dafür, dass auch die schlechteste Ihrer Wetten Sie nicht die Existenz kostet. Danach ist mutiges Handeln mit dem definierten Spielkapital legitim.

Vereinbaren Sie einen Realitätscheck für den Ernstfall: Wenn sich Verluste häufen, Schulden entstehen oder mehrere Menschen aus Ihrem Umfeld unabhängig voneinander Alarm schlagen, holen Sie Außensicht ein. Bei Geldproblemen sind die gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen der Verbraucherzentralen erste Adresse; wirkt Ihr Risikoverhalten getrieben und erzeugt es Leidensdruck, kann eine hausärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll sein.

Grenzen dieses Tests

Maximalwerte entstehen nicht selten durch eine generelle Zustimmungstendenz oder durch ein Selbstbild, das mutiger antwortet, als der Alltag entscheidet. Ein zweiter Durchgang an einem nüchternen Tag und eine Fremdeinschätzung durch eine nahestehende Person zeigen, wie belastbar das Ergebnis ist.

Unbewertet bleibt zudem die Qualität Ihrer Risiken: Durchdachtes hohes Wagnis mit Management und impulsives Handeln ohne Netz ergeben hier dieselbe Punktzahl, unterscheiden sich im Leben aber fundamental. Diese Unterscheidung leistet nur der Blick auf Ihre realen Entscheidungen der letzten Jahre.

Quellen

Weitere mögliche Ergebnisse

  • Sicherheitsorientiert (0–7 Punkte)

    Sie wählen fast immer die abgesicherte Variante: planbar, geprüft, umkehrbar. Das schützt zuverlässig vor Verlusten – und lässt gelegentlich lohnende Gelegenheiten verstreichen.

  • Abwägender Risikostil (8–15 Punkte)

    Sie gehen Wagnisse ein, wenn Aussicht und Absicherung im Verhältnis stehen. Ihr Profil liegt im mittleren Bereich – flexibel, mit klarer Vorliebe für kalkulierbare Schritte.

  • Risikofreudig (16–23 Punkte)

    Unsicherheit reizt Sie mehr, als sie Sie abschreckt: Sie greifen zu, wo andere zögern. Das eröffnet Chancen – sofern Sie Verluste systematisch begrenzen.