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Ihr Ergebnis · Depression-Test: Depressive Symptome mit dem PHQ-9 einordnen

Schwere depressive Symptomatik (20–27 Punkte)

Ihr Ergebnis liegt im höchsten Bereich der Skala. Bitte sorgen Sie umgehend für professionelle Unterstützung – dieser Zustand ist ernst, aber gut behandelbar.

Unauffälliges Ergebnis (0–4 Punkte)0Leichte depressive Symptome (5–9 Punkte)5Mäßige depressive Symptome (10–14 Punkte)10Mittelschwere bis ausgeprägte Symptome (15–19 Punkte)15Schwere depressive Symptomatik (20–27 Punkte)2027

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Mit 20 bis 27 Punkten erreicht Ihr Ergebnis die oberste Kategorie des PHQ-9. Ein solcher Wert entsteht nur, wenn nahezu alle abgefragten Symptome Sie fast jeden Tag begleiten: die Freudlosigkeit ebenso wie die Erschöpfung, der zerstörte Schlaf ebenso wie die Selbstvorwürfe. In Behandlungsstudien kennzeichnet dieser Bereich Patientinnen und Patienten mit schwerer depressiver Episode – ambulant wie stationär.

Halten Sie eine Tatsache fest, die die Erkrankung Ihnen gerade vermutlich verschleiert: Schwere Depressionen sprechen auf Behandlung an. Psychotherapie und – bei diesem Schweregrad leitliniengerecht auch medikamentöse Unterstützung, über die ärztlich zu entscheiden ist – führen bei der großen Mehrheit zu deutlicher Besserung; viele erreichen vollständige Remission. Was sich jetzt wie ein Dauerzustand anfühlt, ist aus klinischer Sicht eine Episode mit Anfang und Ende.

Zur Ehrlichkeit gehört auch: Der Fragebogen bestimmt nicht die Ursache Ihres Zustands, und in seltenen Fällen stecken andere Erkrankungen dahinter. Diese Unterscheidung ändert jedoch nichts am nächsten Schritt. Bei dieser Symptomlast lautet die Empfehlung in jedem denkbaren Szenario gleich: rasch in fachliche Hände.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Auf diesem Niveau ist der Alltag typischerweise weitgehend zusammengebrochen oder wird unter äußerster Anstrengung simuliert. Grundlegendes – aufstehen, essen, Post öffnen – bleibt liegen oder verlangt Verhandlungen mit sich selbst. Der Schlaf ist oft doppelt gestört: nachts zerhackt, tagsüber als bleierne Betäubung, die keine Erholung bringt.

Das Gefühlsleben beschreibt in diesem Stadium kaum noch jemand als Traurigkeit; häufiger ist eine steinerne Leere, ein Abgeschnittensein von allem, auch von den eigenen Kindern, Partnern, Freunden. Manche Betroffene können nicht mehr weinen, obwohl sie es möchten. Dazu kommt oft ein unbarmherziges inneres Tribunal, das jede vergangene Entscheidung anklagt und jede Zukunft verwirft.

Körperlich zeigt sich der Schweregrad in massiver Verlangsamung oder quälender Getriebenheit, in Gewichtsverlust, in Schmerzen ohne Befund. Konzentration reicht oft nicht mehr für eine Seite Text oder ein Gespräch. Wenn Sie es geschafft haben, diesen Test bis hierher auszufüllen, war das unter diesen Umständen bereits eine Leistung – und ein Zeichen, dass ein Teil von Ihnen nach einem Ausweg sucht. Diesem Teil sollten Sie jetzt folgen.

Was können Sie jetzt tun?

Zuerst das Dringendste: Bei einem Wert in diesem Bereich gehen Gedanken an den Tod häufig mit – als Wunsch nach Ruhe, als Bilanzieren, manchmal als konkrete Pläne. Falls Sie solche Gedanken kennen, behandeln Sie sie als das, was sie sind: ein Notfallsymptom. Sofortige, kostenfreie Hilfe erhalten Sie jederzeit bei der TelefonSeelsorge (0800 111 0 111 sowie 0800 111 0 222); bei akuter Gefahr für Ihr Leben zählt allein der Notruf 112 oder der direkte Weg in die nächste psychiatrische Klinik – auch nachts, auch ohne Termin, auch ohne Einweisung.

Unabhängig davon braucht dieser Zustand jetzt ärztliche Versorgung, nicht erst in einigen Wochen. Gehen Sie zeitnah in Ihre Hausarztpraxis oder direkt in eine psychiatrische Institutsambulanz; außerhalb der Sprechzeiten hilft der Bereitschaftsdienst unter 116 117 weiter. Beschreiben Sie den Schweregrad ohne Beschönigung – sagen Sie ausdrücklich, wie viele Punkte dieser Test ergab und wie lange es Ihnen schon so geht. Das beschleunigt jede Weichenstellung.

Bitten Sie außerdem einen Menschen aus Ihrem Umfeld um praktische Begleitung: Termine vereinbaren, mitkommen, im Wartezimmer sitzen. Schwere Depression raubt genau die Fähigkeiten, die man zur Organisation von Hilfe bräuchte – das ist keine Schwäche, sondern Teil der Erkrankung, und es ist der Grund, warum Sie diesen Weg nicht allein gehen müssen. Verzichten Sie in dieser Phase konsequent auf Alkohol und treffen Sie keine unumkehrbaren Entscheidungen; beides verschlechtert die Prognose messbar.

Grenzen dieses Tests

Dieses Ergebnis ist ein sehr lautes Warnsignal, aber es bleibt das Resultat von neun Fragen an einem einzelnen Tag. Über Ursache, Diagnose und die richtige Behandlung entscheidet eine gründliche Untersuchung – einschließlich körperlicher Abklärung, denn auch internistische und neurologische Erkrankungen können schwerste Erschöpfungs- und Verstimmungszustände auslösen.

Vielleicht misstrauen Sie dem Wert, weil Sie „eigentlich funktionieren“. Beides kann zugleich wahr sein: hohe Punktzahl und aufrechterhaltene Fassade. Lassen Sie im Zweifel nicht den Test, sondern sich selbst anschauen – von jemandem, dessen Beruf es ist, hinter Fassaden zu blicken. Ein einziges Erstgespräch beantwortet mehr als jede weitere Selbstmessung.

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