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Ihr Ergebnis · Typ-A/Typ-B-Test: Wie sehr treiben Tempo und Ehrgeiz Ihren Alltag?

Deutliche Typ-A-Tendenz (16–23 Punkte)

Tempo, Ehrgeiz und Ungeduld bestimmen viele Ihrer Tage. Das Muster bringt Ihnen Leistung ein – fordert aber erkennbar Tribut bei Erholung, Körper und Beziehungen.

Entspannter Typ B (0–7 Punkte)0Überwiegend Typ B mit Typ-A-Momenten (8–15 Punkte)8Deutliche Typ-A-Tendenz (16–23 Punkte)16Ausgeprägtes Typ-A-Muster (24–30 Punkte)2430

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Sie haben der Mehrzahl der Aussagen zugestimmt: Selbstgemachter Zeitdruck, paralleles Arbeiten, Vergleiche mit anderen und Mühe beim Abschalten gehören demnach regelmäßig zu Ihrem Alltag. Friedman und Rosenman prägten für dieses Erleben den Begriff der Eilkrankheit – das Gefühl, permanent gegen die Uhr zu leben, auch wenn objektiv niemand drängt.

Zur nüchternen Einordnung gehört der aktuelle Forschungsstand: Das Gesamtmuster allein macht Sie nicht krank, und viele Menschen mit hohen Werten sind leistungsfähig und zufrieden. Kritisch wird die Kombination – wenn zum hohen Tempo chronischer Ärger über andere und dauerhaft fehlende Erholung hinzukommen. Prüfen Sie deshalb Ihre Antworten auf die Gereiztheitsfragen und die beiden Erholungsfragen: Dort entscheidet sich, ob Ihr Stil vor allem anstrengend oder bereits zehrend ist.

Ein Ergebnis in dieser Zone ist ausdrücklich keine Diagnose und keine Aussage über Ihr Herz-Kreislauf-Risiko. Es beschreibt ein erlerntes Verhaltensrepertoire – und Verhaltensrepertoires lassen sich erweitern, wie Interventionsstudien mit Herzpatienten schon in den 1980er-Jahren gezeigt haben.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Ihr Arbeitsstil dürfte von vollen Kalendern, parallel laufenden Vorgängen und dem befriedigenden Abhaken von Listen geprägt sein. Delegieren fällt schwer, weil die innere Rechnung lautet: Bis ich es erklärt habe, habe ich es selbst erledigt. Kurzfristig stimmt das oft – langfristig macht es Sie zum Engpass und hält das eigene Pensum künstlich hoch.

Am Körper zeigt sich das Muster typischerweise abends: Die Anspannung fährt nicht herunter, beim Einschlafen laufen schon die Szenen des nächsten Tages, und ein leerer Sonntag erzeugt eher Nervosität als Genuss. Manche kompensieren mit noch mehr Aktivität – Sport als weiterer Wettkampf, Freizeit als durchgetakteter Projektplan – und wundern sich, dass die Erschöpfung bleibt.

Ihr Umfeld bekommt vor allem die Ungeduld zu spüren: das Unterbrechen, den Blick zur Uhr, die hochgezogene Augenbraue bei langsamen Erklärungen. Freundschaften geraten auf Sparflamme, weil sie im Kalender gegen scheinbar Dringenderes verlieren. Häufig sind es genau solche Rückmeldungen von Partnern oder Kindern, die Menschen mit diesem Profil überhaupt erst zum Nachdenken bringen.

Was können Sie jetzt tun?

Trainieren Sie Tempowechsel statt Totalentschleunigung – Letztere scheitert bei diesem Profil fast immer. Wählen Sie eine einzige Alltagsroutine und verlangsamen Sie nur diese konsequent: essen ohne Bildschirm, ein Fußweg ohne Podcast, eine Besprechung, in der Sie ausreden lassen. Ziel ist nicht Langsamkeit als Lebensform, sondern die wiedergewonnene Fähigkeit, das Tempo bewusst zu wählen.

Behandeln Sie Gereiztheit als Frühindikator: Wenn der Ärger über das Tempo anderer aufsteigt, kurz innehalten, einmal lang ausatmen und die Kostenfrage stellen – was verliere ich hier tatsächlich, drei Minuten? Regelmäßige Ausdauerbewegung wirkt als zuverlässigstes Ventil für die körperliche Ärgerkomponente; strukturierte Programme zur Stressbewältigung vertiefen das bei Bedarf.

Terminieren Sie Erholung mit derselben Verbindlichkeit wie Arbeitstermine: feste Schlafenszeiten, geblockte freie Abende, mindestens ein unverplanter Tag pro Woche. Und nehmen Sie Körpersignale ernst – bei anhaltenden Schlafproblemen, Bluthochdruck in der Familie oder Druckgefühl in der Brust gehört ein hausärztlicher Check-up auf die Liste, unabhängig von jedem Fragebogen.

Grenzen dieses Tests

Menschen mit ausgeprägtem Leistungsfokus unterschätzen in Selbstauskünften systematisch ihre Wirkung auf andere. Eine kurze Nachfrage bei Partnerin, Partner oder engen Kollegen liefert oft ein korrigierendes – und manchmal ernüchterndes – Zweitbild zu Ihren Antworten.

Der Test bildet zudem nur einen Ausschnitt des Konstrukts ab und arbeitet ohne normierte Schwellen; die Grenze zwischen Tendenz und Vollausprägung ist inhaltlich gesetzt, nicht empirisch geeicht. Gesundheitliche Fragen klärt er grundsätzlich nicht.

Quellen

Weitere mögliche Ergebnisse

  • Entspannter Typ B (0–7 Punkte)

    Hetze, Dauervergleich und Ungeduld prägen Ihren Alltag kaum. Ihr Verhaltensstil entspricht weitgehend dem gelassenen Typ B – mit eigenen Stärken und wenigen blinden Flecken.

  • Überwiegend Typ B mit Typ-A-Momenten (8–15 Punkte)

    Grundsätzlich bleiben Sie gelassen, doch in bestimmten Situationen schalten Ehrgeiz und Ungeduld spürbar hoch. Entscheidend ist, Ihre persönlichen Auslöser zu kennen.

  • Ausgeprägtes Typ-A-Muster (24–30 Punkte)

    Nahezu alle Aussagen zu Zeitdruck, Wettbewerb und Rastlosigkeit treffen auf Sie zu. Ziehen Sie ehrlich Bilanz, was dieses Dauertempo Sie an Erholung, Gesundheit und Nähe kostet.